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3 folgenreiche E-Mail-Marketing-Fakten, die du unbedingt wissen solltest

Alle "Internet-Gurus" reden immer wieder davon: "...das Geld liegt in der E-Mail-Liste!“

Aber nur SEHR WENIGE sprechen über die tatsächlichen Fakten des E-Mail-Marketings, die du aber wissen musst, wenn du effektives E-Mail-Marketing betreiben willst.

Dieser Artikel zeigt dir drei der wichtigsten E-Mail-Marketing-Fakten, von denen du wahrscheinlich noch nichts gehört hast und die die Kehrseite der Medaille von dem sind, was du überall hörst.

Aber natürlich gebe ich dir auch Wege aus diesem Dilemma. Jedenfalls, soweit es möglich ist.

Warum ist das E-Mail-Marketing bzw. die E-Mail-Liste eigentlich so wichtig?

Weil es eine der wenigen Möglichkeiten ist, mit der du deine Besucher immer wieder kontaktieren kannst.

Du kannst entscheiden, ob und wann du wieder Kontakt aufnimmst und kannst so die Möglichkeiten, die die Internet-Vermarktung bietet, VIEL besser nutzen.

Also: Um den Aufbau einer E-Mail-Liste kommt niemand herum, der erfolgreich im Internet verkaufen will. Je früher du mit deinem Listenaufbau beginnst, desto besser.

Ich zeige dir jetzt die Probleme, die dabei (eigentlich immer) entstehen und gebe dir einige Ideen, wie du dennoch erfolgreich eine E-Mail-Liste aufbauen kannst.

E-Mail-Marketing Fakt 1

Es geht nicht wirklich VOLLAUTOMATISCH!

Auch wenn alle behaupten, dass E-Mail-Marketing automatisiert funktioniert – dass du es einmal aufgesetzt, nur laufen lassen musst – stimmt das einfach nicht.
Natürlich kannst du 50 E-Mails schreiben und sie in deinem E-Mail-Marketing Programm einrichten, damit du die nächsten drei Monate Ruhe hast. Aber ist das wirklich effektiv automatisiert?

Wenn du wirklich wirksames E-Mail-Marketing betreiben willst, musst du die Ergebnisse messbar machen. Du solltest zum Beispiel wissen, wie viele Menschen auf einen Link innerhalb der E-Mail geklickt haben.

Das ist wichtig, weil es dir eine Idee davon gibt, wie aktiv deine Leser sind. Wenn niemand auf deine Links klickt, bringen deine E-Mails herzlich wenig. Wenn du aber eine hohe CTR (Click through rate = Link geklickt – im Verhältnis zu – wie oft der Link angezeigt wird) hast, ist dein E-Mail-Marketing wirklich effektiv. Das meint einfach ausgedrückt: Je öfter jemand auf deinen Link klickt, desto besser.

Aber da fängt es auch schon an. - Damit deine Messergebnisse aussagekräftig werden, brauchst du eine ausreichend große Lesermenge. Und daran scheitern schon die Meisten.

Am Ende dieses Artikels habe ich ein paar Möglichkeiten für dich zusammengestellt, wie du diese Probleme umschiffst, jetzt gehe ich aber erst einmal auf die Fakten ein.

Es stimmt zwar, dass du einen Teil des E-Mail-Marketings automatisieren kannst. Aber wenn du ein wirklich sinnvolles E-Mail-Marketing betreiben willst, musst du so viel wie möglich messbar machen und testen, was funktioniert – und dann die Prozesse immer weiter verfeinern - und da ist es dann aus mit dem "einmal aufgesetzt und immer laufen lassen".

Du musst auf die Menschen reagieren und deine E-Mail-Liste "betreuen", um wirklich effektives E-Mail-Marketing zu betreiben. Und das lässt sich einfach nicht automatisieren.

E-Mail-Marketing Fakt 2:

Ein deutlicher Anteil der Leser wird seine E-Mail-Adresse nicht bestätigen.

Wenn ich von einem deutlichen Anteil rede, dann meine ich zwischen 30 und 50 %.

Ja, so viele Menschen werden ihre E-Mail-Adresse nicht bestätigen, nachdem sie sich in deiner Liste eingetragen haben.
Das will natürlich niemand hören. Aber so sind die Fakten. Und es ist gut, wenn du das weißt und daran arbeitest, wie du die Bestätigungsrate erhöhen kannst.

Natürlich sind die Aussagen etwas pauschal und hängen von vielen Faktoren ab. Aber wie groß auch der Anteil der unbestätigten E-Mail-Adressen ist, deine Aufgabe wird darin bestehen, diese Fehl-Rate so gering wie möglich zu halten. Denn eine unbestätige E-Mail-Adresse darfst du nach deutschen Recht nicht wieder anschreiben. Und damit ist dieser Kontakt für dein E-Mail-Marketing verloren.

Hier sind schon mal drei Tipps, die dir helfen können:
Erstens (das machen die Meisten), erkläre SOFORT nachdem die Person sich eingetragen hat, dass du eine E-Mail mit einem Bestätigungslink zugeschickt hast, den die Person anklicken muss, um das Angeforderte zu bekommen.

Zweitens (die Meisten tun das nicht): - während du dazu aufforderst, den Link in der E-Mail zu klicken, schreibe den ABSENDER hin, und die Betreffzeile der E-Mail.

Das ist keine Form von Narzissmus. – Das Erste, was die meisten Menschen ansehen, bevor sie eine E-Mail öffnen, ist der Absender. Wenn sie den Absender nicht kennen (was möglicherweise der Fall ist, wenn du deinen Absender nicht genannt hast), ist es sehr wahrscheinlich, dass deine E-Mail erst gar nicht geöffnet wird. Oder hast Du zu wenig Spam in deinem Posteingang?

Je mehr Informationen zum Ablauf dein zukünftiger Leser von dir vorher bekommt, desto wahrscheinlicher ist es, dass er deine E-Mail findet und dann hoffentlich auch den Bestätigungslink anklickt.

Drittens kannst du die E-Mail mit einer anderen automatisch vergleichen lassen. (Ja, das geht automatisiert. 🙂 ) Und dann entwickelt sich - durch die Vergleiche und immer wieder verbesserte Varianten - mit der Zeit die E-Mail, die es am effektivsten schafft, deine  Interessenten auch wirklich in deine E-Mail-Liste zu holen.

E-Mail-Marketing Fakt 3:

Eine noch viel größere Anzahl wird deine Links in den folgenden E-Mails NICHT anklicken.

Es ist nämlich leider noch nicht geschafft, wenn die Person den Bestätigungslink angeklickt hat. Was passiert denn jetzt, wenn sie in deiner E-Mail-Liste ist?

Wenn du an deine Liste sofort eine Werbe-E-Mail schreibst, ist die Klickrate für die Links in der E-Mail weniger als 5 %. (Weniger als 5% klicken deine Links an.)
Natürlich gibt es Menschen, die höhere Zahlen erreichen, aber der Durchschnitt liegt bei weniger als 5 %. Und 5 % ist schon am oberen Ende. 2 oder 3 % wäre ein realistischeres Ergebnis.

Da sind allerdings noch einige andere Faktoren im Spiel, wie zum Beispiel, wie alt die Liste ist und welche Beziehung du zu den Menschen in deiner E-Mail-Liste hast. In welcher Branche du unterwegs bist und welchen gefühlten Wert du in deinen E-Mails an deine Leser weitergibst. Ob du den richtigen Tonfall triffst usw.

Wenn du deine E-Mail-Liste schon seit einigen Jahren aufbaust, gibt es sicherlich auch einige E-Mail-Adressen, die von den Benutzern nicht mehr angesehen werden, weil sie eine neue Adresse haben. Andererseits finden sich vielleicht ganz besonders treue Leser, die deine Inhalte sehnsüchtig erwarten.

Um die bestmöglichen Ergebnisse in Bezug auf die "Klick-Rate" zu erreichen, gibt es schlicht nur einen Weg. Mit wertvollen Inhalten das Vertrauen aufbauen. Und  regelmäßig ( ca. einmal pro Woche) die E-Mails zu verschicken.

Oder du machst es wie die "Internet-Gurus". Die schicken eine E-Mail nach der anderen und erhöhen so die Klick-Rate, zerstören dabei aber das Vertrauen. - Kein langfristig guter Weg ...!

Das sind 3 Fakten des E-Mail-Marketings. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass dich die Zahlen schockieren, weil die meisten "Internet-Gurus“ dir nur die Sonnenseite des vollständig automatisierten E-Mail-Marketings und den großen Profit, den es bringen kann, zeigen.

Sie erzählen dir leider nichts von den Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Es macht mehr her, in einem 100.000 € Auto zu fahren und zu erzählen, dass das nur mit E-Mail-Marketing erreicht wurde, als zu erzählen, wie viele Messungen, Versuche und Tests (= harte Arbeit) dafür nötig waren. Und welche Disziplin es braucht, um regelmäßig neue (wertvolle) Inhalte zu verfassen.

Aber hier kommen einige Möglichkeiten, diese Dinge (wenigstens einigermaßen) in den Griff zu bekommen.

Strategie:

Das Wichtigste zuerst: Baue dein E-Mail-Marketing strategisch auf. Schreibe keine E-Mails nach dem Motto: "Hm, mal sehn, was könnte ich denn heute mal schreiben."

Planung:

Plane für die nächsten sechs Monate nach Datum sortiert eine Kampagne, in der du für jede Woche eine E-Mail verschickst. (Diese Planung kannst du gleich, nachdem du den Artikel fertig gelesen hast, in Angriff nehmen ...  🙂

Setze dich mit einem Zettel hin und schreibe mindestens 40 Themen auf, die dir in den Sinn kommen und die deine Leser brennend interessieren. Wenn du damit fertig bist, suchst du die 26 Themen aus, die du am spannendsten, nutzbringendsten und inspirierendesten findest.

Dann nimmst du dir deinen Kalender und trägst für die nächsten 6 Monate die Titel deiner E-Mail-Serie ein. Und voila ist dein E-Mail-Marketing-Plan fertig.

Serien:

Wenn du es dann noch schaffst, eine zusammenhängende E-Mail-Serie zu "erschaffen", schlägst du damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Erstens stellst du noch einmal sicher, dass du wirklich regelmäßig E-Mails verschickst.

Zweitens erhöhst du das Interesse des Lesers dadurch, dass du eine Serie schreibst. Wenn du das klar kommunizierst, bewirkt das, dass deine Leser schon auf die Fortsetzung warten.

Und dadurch steigt drittens dann die Öffnungs- bzw. Klickrate.

Also zusammengefasst:

Verfasse eine wöchentlich erscheinende E-Mail-Serie mit wertvollen Inhalten.

Wenn du das durchhältst und deinen Lesern wirklich wertvolle Inhalte gibst, wirst du deutlich bessere Ergebnisse erreichen als diese "Horrorzahlen" von oben.

100% werden es nicht sein ... aber naja ... man braucht ja auch noch einen Ansporn.

Glücklicherweise gibt es Software, die dir hilft, die Ergebnisse auszuwerten. Bei meinen Produktempfehlungen findest du verschiedene Softwarelösungen für das E-Mail-Marketing, die ich je nach Größe deines Geschäfts empfehlen würde.

Das ändert aber leider nichts daran, dass du am Anfang vielleicht zu wenige Leser hast, um aussagekräftige Messungen zu machen. Trotzdem solltest du von Anfang an die Ergebnisse genau analysieren. So kannst du extreme Fehleinschätzungen vermeiden und bekommst dann mit der Zeit trotzdem eine Vorstellung, was funktioniert bzw. was nicht geht.

Jede noch so große E-Mail-Liste hat einmal mit dem ersten Leser angefangen ... #DasWorkflowProjekt

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Ich hoffe, ich konnte dir einige Ideen für deine nächste E-Mail-Kampagne mit auf den Weg geben. Am besten zückst du jetzt deinen Notizblock, sammelst deine Themen und entwirfst direkt deine E-Mail-Serie!;-)

Viel Spaß dabei!

Henning Klocke

PS: Ich würde mich übrigens riesig freuen, wenn du mir deine Ergebnisse in die Kommentare schreibst. Hast du vielleicht ähnliche oder ganz andere Erfahrungen mit deinem E-Mail-Marketing gemacht? 

PPS: Du kannst auch gerne die Webseite in den Kommentaren angeben, auf der man sich für deine neue E-Mail-Serie eintragen kann. Vielleicht schreibst du noch kurz dazu, worum es in der E-Mail-Serie geht ...

Über den Autor

Henning Klocke
Ich bin Gründer des Workflow Projekts und des E-Mail-Workflows.
Ich helfe Coaches und Solo-Selbständigen mit E-Mail-Marketing erfolgreich zu sein.

Erhalte mehr Infos auf Facebook, Twitter, Xing und Google+. Wenn du hier neu bist, ist hier ein guter Start.

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2 Kommentare
Lukas sagt 8. Februar 2016

Sehr guter Überblick und ich werde versuchen, einige neue Tipps in Zukunft umzusetzen. Sehr gut finde ich den Tipp bezüglich der E-Mail Serie. So könnte man eine Regelmäßigkeit im Versenden erreichen, die die Kunden bestimmt zu schätzen wissen. Im E-Mail Marketing steckt tatsächlich mehr Arbeit als es scheint, von daher ist mir auch manchmal schleierhaft, warum es oft als automatisch und einfach angepriesen wird. Ich konzentriere mich auf Newsletter und empfinde es schon ab und zu als schwierig, dauerhaft neue Themengebiete zu finden, die dann auch durch gute Betreffzeilen etc gute Klickraten erzielen. Was ich als nächstes vorhabe, ist Tools zu probieren, um zum Beispiel den Spam-Score zu untersuchen und ich hoffe, dass ich dadurch noch mehr Strategien erhalte, die Klickrate zu verbessern.

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    Henning Klocke sagt 8. Februar 2016

    Hallo Lukas,
    ja, Serien wirken oft Wunder. Nicht nur im E-Mail-Marketing…
    Automatisch und einfach klingt halt besser und bringt mehr Kunden. Da muss halt jeder selbst entscheiden, ob er auf diesen Zug aufspringen will.

    Nachhaltiges E-Mail-Marketing mit einem kontinuierlichen Aufbau einer reagierenden Liste funktioniert nur über Kontinuität…

    Der Spamscore ist sicherlich ein wichtiges Kriterium, es gibt allerdings noch viele andere Faktoren, wie z.B. worüber (welcher Anbieter) du deine E-Mails verschickst, wie deine E-Mail-Konten eingerichtet sind etc. Da könnte ich einen Anschluss-Artikel machen … Serie 🙂

    Vielen Dank für deine Anregungen und viele Grüße
    Henning

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